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Die Zeit zu erwischen
zwischen den eilenden Schatten und dem huschenden Licht, aufleuchtende
oder verglimmende Farben, formgewordene Geheimnisse, alles mit Augensinnen
erfassen und sammeln. Sammeln für ein bildsames Gestalten, anschaulich
auf Papier oder Leinwand das ist mein Tun für die Bäume.
Ihr Ausgelotetsein zwischen
Himmel und Erde und ihre Formensprache sichtbar machen, ihre Verletzbarkeit
und Wunden, ihre Biographie aufspüren und herausheben das
ist mein Anliegen.
Für die Bäume
habe ich mich in meiner Malerei zu der Konsequenz des Erkenntlichen
entschlossen, weise auf ihre strenge Schönheit und erwirke ihr
Recht, beachtet und bewundert zu werden. Ich ermale mir nicht den Baum
zu meinem Baum in Distanz schaffender Abstraktion, nein, ich sage malend:
Hier ist unser Baum.
Freischaffend und unabhängig
von Ismen und festgelegtem Stil sowie mit der Erfahrung sechs Jahrzehnte
langen Malertums ist es mir möglich, immer wieder neue Sehweisen
erkennbar zu machen.
Im Dämmerlicht, abends
oder morgens, wenn die Bäume auf eine andere Weise ihre Gestalt
offenbaren, dann studiere ich ihre Wachstumsausrichtung, die Gebärden
ihrer geronnenen Bewegungen, erfahre ihre innere Zeit des Werdens und
erzähle davon in Hunderten von Bildern. Gewinne Baumfreunde und
echte Umweltschützer. |