Beeindruckende Begegnung von Schülern mit Kunst und Künstlerin

"Die Botschaft der Bäume"

Am 29. April besuchten wir, die Klasse 9R der Regionalen Schule in Niederzissen mit unserer Lehrerin Frau Volkert im Stadtmuseum Bad Neuenahr-Ahrweiler die Ausstellung "Die Botschaft der Bäume" der Malerin Eleonara Heine-Jundi in Anwesenheit der Künstlerin.

Wir Schüler waren tief beeindruckt von allem, was wir hier erlebten, dass wir dies in spontanen Äußerungen reflektierten.
- "Jeder Baum hatte etwas Menschliches. Man konnte sich mit ihm identifizieren."
- "Die Begegnung mit den Bildern und der Malerin war überwältigend - bedrückend - befreiend. Es war berauschend einer Frau wie Eleonora Heine-Jundi gegenüber sitzen zu dürfen - ihre Erfahrung - ihre Intelligenz und Weisheit - einfach faszinierend."
- "Ich hätte ihr noch stundenlang zuhören können …"

Die Künstlerin gab uns einen Einblick in ihre künstlerische Arbeit als auch in ihre Lebensphilosophie.

"Jeder Baum auf den Bildern ist wahrnehmbar als eine Persönlichkeit mit einem starken Ausdruck vergleichbar mit den menschlichen Eigenschaften traurig - stark - schwach - klein - kraftstrotzend oder heiter."

Wir waren erstaunt, was Kunst zum Ausdruck bringen kann. Tatsächlich konnten wir diese Baumpersönlichkeiten als Individuen wahrnehmen. Es machte uns betroffen, jetzt erst die Würde der Bäume zu erkennen und wir stellen uns die Frage:"Woher kommt die Arroganz des Menschen gegenüber der Natur?

"Das Leiden der Bäume" ermöglicht dem Betrachter eine andere Sichtweise. Er kann sich in den leidenden Baum versetzen und die Natur selbst als erlebende Wesen erfahren - er kann die Natur verstehen.

Diese neue Sichtweise rüttelte uns wach und wir erkennen klar, dass blinder Egoismus das Todesurteil der Natur ist und unsere Existenz zerstört.

Auf der Nachhausefahrt unterhielten sich einige von uns über das soeben Erlebte. So berührt hat uns noch keine Ausstellung, aber es waren nicht allein die Bilder - Frau Heine-Jundi hat uns bewegt, sie hat es geschafft, was sie eingangs formulierte: "Ich sehe meinen gesellschaftlichen Auftrag darin, die Menschen zum Sehen zu bringen - das Leben selbst mit eigenen Augen zu erkennen."

Wie erkennen nun, dass in der Vielfalt der Natur alles miteinander in Verbindung steht und eins für das andere da ist. Deshalb fordern wir, dass die jetzt handelnden Erwachsenen den Erhalt der Bäume gewährleisten. Sie sollen die Verantwortung für unsere Zukunft übernehmen genauso wie wir uns bemühen werden.

Mit der Botschaft: "Erst was ich erkenne und lieben lerne, bin ich bereit zu schützen", bewirkt Frau Heine Jundi in uns eine veränderte Sichtweise, denn ihre Bilder öffnen uns das Herz für die Bäume. Wir nehmen die Pflanzenwelt bewusster wahr und erkennen sie als unsere Lebensgrundlage. Das ermutigt uns zu handeln, wenn wir sehen, dass Frevel an der Natur begangen werden.